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"Das war's dann wohl" ....friedliche Revolution der DDR... damals waren wir noch wach!

Wir sind das Volk - wie am 9. 11. 1989 die Mauer fiel und  ein neue Welt entstand

Im Herbst 1989 versammeln sich DDR-Bürger und demonstrieren friedlich gegen Unfreiheit, Bespitzelung und staatliche Repressionen. Sie gehen auf die Straße für Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und Reisefreiheit.... bis zum 9 November 1989 als alles anders wurde:

reisegesetz artikel 10 Nove,ber 89

Ende Oktober 1989 hatten sich durch die Reformpolitik des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow nicht nur die herrschenden politischen Standpunkte der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), sondern auch die der Medien in der DDR bereits grundlegend verändert. Die Massenflucht von DDR-Bürgerinnen und-Bürgern in den Westen, eine neue Oppositionsbewegung und Montagsdemonstrationen setzten die DDR-Regierung unter Druck. Korrespondenten berichteten 1989 offen von Demonstrationen und Kundgebungen, informierten über die Reiseregelungen und über die Wirtschaftskrise in der DDR.

Im Herbst 1989 erfasst die Revolution das ganze Land. Nicht nur in Leipzig und Berlin demonstrieren die Menschen gegen den Staat und für ihre Interessen. Bereits am 1. September 1989, dem Weltfriedenstag, gehen in den kleinen Städten Neuruppin (nördlich von Berlin) und Forst (bei Cottbus) Menschen auf die Straße. Vor allem junge Menschen fordern die Öffnung der Grenzen......

Die Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 gilt als entscheidend für die friedliche Revolution in der DDR. Die Menschen überwanden ihre Angst vor den Unterdrückern, ein Schießbefehl wäre nicht unvorstellbar gewesen. Ungehindert und friedlich zogen mehr als 70.000 Demonstranten über den Innenstadtring bis zur Stasi-Zentrale. Der Staat kapitulierte vor der Übermacht der Bürgerinnen und Bürger.

Im November 1989 überschlagen sich die Ereignisse in der DDR. Unter dem Druck der friedlichen Bürgerbewegung musste die SED immer weiter zurückweichen. Die Diktatur befand sich in einer offenen Krise, von der sie sich nicht mehr erholen sollte.
demo auf dem Alexanderplatz 89
Die größte Demonstration in der Geschichte der DDR fand am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz statt, zu der sich über eine halbe Million Menschen friedlich versammelten. In der SED-Spitze und im Sicherheitsapparat begann ein Tauziehen um die Frage, ob man die Demonstration verhindern sollte. Schließlich beschloss die SED-Führung, dass die Demonstration genehmigt werden sollte. Eine zentrale Forderung der Demonstranten war die nach Reisefreiheit.

Die SED reagierte am 6. November 1989 mit einem Entwurf für ein Reisegesetz, welcher auf breite Ablehnung stieß. Unter andauerndem Druck durch Massenflucht und Demonstrationen sowie durch Einwirkung der "SED-Reformer" trat am 7. November 1989 die DDR-Regierung unter Ministerpräsident Willi Stoph zurück. Daraufhin trat am 8. November auch das gesamte Politbüro des Zentralkomitee (ZK) der SED zurück.

In dieser Situation fand am 8. und 9. November 1989 das ZK-Plenum der SED statt. Gleichzeitig wurde ein einfaches und weitgehendes neues Reisegesetz ausgearbeitet und im ZK der SED verlesen. Kaum einer der Anwesenden erkannte die Brisanz dieses Entwurfs.

9 November 1989 am Vormittag:

Vier Offiziere des Ministeriums des Innern und der Staatssicherheit kommen im Innenministerium zusammen, um dem Auftrag des Politbüros gemäß eine neue Ausreisereiseregelung zu entwerfen. Schnell ist sich der Kreis darüber einig, dass zukünftig alle Einschränkungen bei Anträgen auf eine ständige Ausreise aus der DDR wegfallen sollen. Die Offiziere halten es jedoch für unverantwortlich, alle Reisewilligen in den Status von Ausreisenden zu zwingen.Die ursprüngliche Idee war Ausreisenden die die DDR für immer verlassen wollten eine sofortige Ausreise ohne alle Schikanen zu ermöglichen aber Reisende die nur zu Besuch oder aus touristischen Belangen die DDR verlassen und wieder einreisen wollten , sollten weiterhin eine Wartezeit haben. Das führte in dieser Runde zu einer großen Auseinandersetzung da man somit alle in die ständige Ausreise , also zum verlassen der DDR zwingen würde. Denn niemand würde warten wenn man bei einer vollständigen Ausreise aus der DDR ohne Widerkehr problemlos reisen könnte.
  
Man wollte die DDR erhalten. Deshalb regeln sie in dem Ministerrats-Beschluss zusammen mit der Ausreise auch das Recht auf "Privatreisen", also Besuchsreisen......

Reisen und Ausreisen sollen nach wie vor beantragt werden müssen. Als Reaktion der Bevölkerung rechnet die Staatssicherheit mit einem Ansturm – aber nicht auf die Grenze, sondern auf die Genehmigungsbehörden: die Volkspolizeikreisämter.

Beginn des zweiten Beratungstages des SED-Zentralkomitees. Auf der ZK-Tagung wird diskutiert, wer eigentlich die Verantwortung für die unübersehbare Krise der SED trägt. Egon Krenz sucht die Verantwortlichen bei den bislang parteitreuen Medien, die sich immer mehr auf die Seite der Demonstranten stellten.  Hermann Kant, der Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes, geht auf der ZK-Tagung mit dem Führungsanspruch der SED ins Gericht:

„Die Massen machen uns Beine, und wir reden von unserer führenden Rolle dabei - noch eine grandiose Augenauswischerei!“

In den „Dialog mit dem Volk“ hatte die SED in den Wochen zuvor weniger Diskutanten, sondern überwiegend die Volkspolizei entsandt. Das Ergebnis: Tausende von Demonstranten wurden vorübergehend „zugeführt“, mehrere Hundert eingesperrt, nicht wenige misshandelt. Innenminister Friedrich Dickel nimmt die Volkspolizisten vor den Demonstranten in Schutz: „Unseren Genossen wird, diese psychologische Seite hier, mit den Händen vor den Augen - mit der Kerze werden ihnen die Augenbrauen verbrannt!“  

Egon Krenz verliest im SED-Zentralkomitee den Reiseregelungs-Entwurf, der ihm nun als Beschlussvorlage des Ministerrates einschließlich Pressemitteilung vorliegt. Krenz händigt die Ministerrats-Beschlussvorlage und eine dazugehörige Pressemitteilung Günter Schabowski aus, der in diesen Tagen als Sprecher des SED-Zentralkomitees fungiert.

18.00 Uhr
Beginn einer vom DDR-Fernsehen und Hörfunk live übertragenen, internationalen Pressekonferenz von Günter Schabowski hier ein Ausschnitt:

 "Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. ...Also, Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt...Das tritt nach meiner Kenntnis, ähh, ist das sofort, unverzüglich."

 

18:57 Uhr 

Kurz vor Ende der Pressekonferenz Uhr fragt der italienische Journalist Riccardo Ehrman nach, ob der Entwurf des Reisegesetzes nicht ein Fehler gewesen sei. Schabowski teilt den erstaunten Journalisten mit, dass ab sofort Westreisen für jedermann möglich sind. Viele DDR-Bürger sehen die Mitteilung im Fernsehen. Die Regelung war ursprünglich als Richtlinie für die ständige Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (ohne Recht auf Rückkehr) gedacht. Sie sollte den anhaltenden Ausreisestrom über die Tschechoslowakei stoppen.
 

19.05 Uhr

 Diese Sätze schreiben Geschichte. AP verbreitet als Eilmeldung: "DDR öffnet Grenze"; DPA um 19.41 Uhr: "Die DDR-Grenze ... ist offen." Die Agenturmeldungen werden in der Hauptnachrichtenzeit bis 20.15 Uhr zur TOP-Nachricht in Fernsehen und Hörfunk. Die "Tagesschau" meldet "DDR öffnet Grenze".
 
 

Schon gegen 20.30 Uhr 

treffen die ersten DDR-Bürger am Grenzübergang Bornholmer Straße ein um zu sehen, was los ist. Der Grenzübergang ist aber weiterhin für DDR-Bürger ohne gültiges Visum geschlossen. Es kommen immer mehr Menschen zum Grenzübergang.
Gegen 21.00 Uhr fordert die Menge die Öffnung der Grenze. Die Situation spitzt sich zu, die diensthabenden Grenzsoldaten haben bisher keinen Befehl zur Öffnung der Grenze erhalten und die Menge vor dem Grenzübergang ruft: "Tor auf! Tor auf". Es spielen sich tumultartige Szenen ab.

22.30 Uhr 

In der Spätausgabe der „Aktuellen Kamera“ wird im DDR-Fernsehen ein letzter Versuch gestartet, die Entwicklung zu bremsen. „Auf Anfragen vieler Bürger informieren wir Sie noch einmal über die neue Reiseregelung des Ministerrates“, sagt der Nachrichtensprecher und weist ausdrücklich daraufhin, „dass die Reisen beantragt werden müssen“. Die Abteilungen Pass- und Meldewesen hätten aber „morgen um die gewohnte Zeit geöffnet“ und auch ständige Ausreisen könnten erst erfolgen, „nachdem sie beantragt und genehmigt worden sind“.

23:00 Uhr 

Tausende drängen an der Bornholmer Straße von hinten nach vorn. Am Schlagbaum wird es immer bedrohlicher. Keiner weiß genau, ob es sich nun um ein Gerücht, einen Versprecher oder tatsächlich um eine gültige Entscheidung handelt. Die Grenzsoldaten sind völlig überfordert. Eine halbe Stunde vor Mitternacht entschließen sich einzelne Grenzkommandanten, die Tore einfach zu öffnen. Die Mauer ist gefallen. Auch an anderen Übergängen der innerdeutschen Grenze strömen tausende DDR-Bürger in die Bundesrepublik und werden im Westen begeistert empfangen. 

00.20 Uhr: 

30 000 Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) werden in „erhöhte Gefechtsbereitschaft“ versetzt. Da in der Nacht weitere Befehle ausbleiben, stellen die Kommandeure der Grenzregimenter die Maßnahmen auf eigene Verantwortung ein.

Zwischen 1 und 2 Uhr 

Überwinden tausende von West- und Ost-Berlinern die Mauer am Brandenburger Tor. Sie gehen über den Pariser Platz und durch das Tor. Auf der Mauer tanzen die Menschen vor Freude. Der Betonwall bleibt von einigen Tausend Menschen besetzt. Über den ganzen Platz hallt das Klopfen der Mauerspechte. Sie bearbeiten die Mauer auf der Westseite mit Hämmern und Meißeln. Von den Übergängen strömen die Menschen zum Kurfürstendamm, der bis zum frühen Morgen in eine Partymeile verwandelt wird.

02:00 Uhr: 

Die Nachrichten von Radio DDR I melden unter Berufung auf das Innenministerium, dass die Grenze "als Übergangsregelung" bis zum nächsten Morgen, 8.00 Uhr, unter Vorlage des Personalausweises passiert werden kann. Die politische und militärische Führungsspitze der DDR tritt in dieser Nacht öffentlich nicht in Erscheinung.

 Mehr Infos  neue Bilder und unser komplettes Video zum Mauerfall  in den nächsten Tagen bis zu 9 November hier auf dieser Seite!   Komm und schau vorbei...
Die friedliche Revolution und Friedensbewegung am 1 Dezember  schau hier vorbei:
 

Fakten:

- 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 teilte die Mauer Berlin.

- Mauer kostete 400 Millionen DDR-Mark

- war 167,8 Kilometer lang

- 3,60 Meter hoch und hatte 302 Überwachungstürme.

Die DDR sicherte das Bauwerk mit 11 500 Grenzsoldaten, 500 Zivilbeschäftigten und 992 Hunden.

137 Menschen kamen beim Fluchtversuch in Berlin ums Leben, 1393 in ganz Deutschland.