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Flüchtlinge mit Fähre von Afrika nach Europa - Der Profit der Reichen wird zur Revolution der Armen!

Ein ganzer Kontinent begibt sich auf Völkerwanderung - raus aus Armut und Hoffnungslosigkeit! 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière erwartet eine Million Flüchtlinge aus Libyen. Der EU-Politiker Elmar Brok spricht gar von einer „echten Völkerwanderung“. Bereits vor Jahren waren die EU-Politiker gewarnt worden, dass ein Zerwürfnis mit dem damaligen Machthaber Gaddafi die EU-Südgrenze gefährde. Es folgte der von den USA gewünschte Sturz Gaddafis. Das Problem der Flüchtlinge droht völlig außer Kontrolle zu geraten. Ironie an: Damit sich alle ein Bild vor Ort machen können ist eine EU Delegation selbst mit einem Schlauchboot aufs Mittelmeer. Ironie aus!eu parlament in einem schlauchboot

Die Europäische Union trägt eine große Mitschuld an der Situation in Afrika. Die Europa Außenpolitik und das Verlangen der Industrie nach Wachstum und Profit haben Afrika unter dem Zwang der EU zu einem Freihandelsabkommen gezwungen welches jetzt die Auswirkungen und das wahre Gesicht des Kapitalismus und und seine Folgen zeigt.  

Das was in Afrika seit Jahren zu verschiedenen Flüchtlingswellen führt ist das was wir in Europa und auch Deutschland noch zu erwarten haben. Nein es sind nicht die Flüchtlinge selbst die uns das Desaster bringen. Es sind die Kriege die Zerstörung der Infrastruktur und die Destabilisierung der Staaten. Es ist der Kapitalismus und sein Profit- und Geldsystem was in Verbindung mit TTIP und TISA aus Menschen  Sklaven macht. .... es ist die totale Verarmung in einer Wohlstandsgesellschaft hier in Deutschland und Europa.....

Am Sonntag, den 19.04.2015, starben wieder mehrere Hundert Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa als ein Boot kenterte. Man spricht von 700 Toten nur 28 von ihnen konnten gerettet werden. Eine, aus unserer Sicht, riesen Katastrophe. Viele hundert junge Menschen ,die einfach nur nach einer Chance suchen Ihre Familie , wie Mutter und Vater , eventuell Frau und Kinder sowie Bruder und Schwester und deren Familien, zu ernähren, verlieren sinnlos Ihr Leben auf einer Überfahrt in das so goldene Europa. Das Europa, was diese Menschen erst in die Lage brachte Ihr Land und Familien zu verlassen um in einem anderem Land und sogar auf einem anderem Kontinent nach Arbeit zu suchen.  Warum Europa eine Mitschuld trifft und wie lange sich die Konflikte schon angekündigt haben zeigen wir im Beitrag. Um alles zu verstehen möchten wir darum bitten auch die Videos anzuschauen welche schon vor Jahren und auch heute den Grund und die Ursachen für die heutige Flüchtlingswellen zeigen.

Das ursprüngliche Problem mit allen Flüchtlingen liegt in der Europa Politik ,der Profitgier und das unendliche Wachstum was der Kapitalismus braucht sowie in dem Freihandelsabkommen welches Europa mit Afrika erzwungen hat und die dadurch entstehende Privatisierung Afrikas, welche auch durch dem IWF vorangetrieben wird. Europa und auch Deutschland trägt mit Schuld an den Flüchtlingen und es ist nur der Lebenserhaltende Trieb der Menschen sich aus Ihrer Situation zu retten. Sie nehmen eine Reise , die mit dem Tod enden kann, auf sich um der Armut und der Aussichtslosigkeit in ihrem eigenem Land zu entkommen. Ein junger Mann der Familie wird auserwählt der sich auf die Reise macht um das Glück zu versuchen einen Job in Europa zu bekommen. Niemand der Familie weiß ob der Junge jemals in Europa ankommt und ob er dann auch einen Job bekommt um die daheim gebliebenen zu ernähren. Wie viel Verzweiflung muss in den Menschen stecken wenn sie ein Familienmitglied zu 50% in den sicheren Tod schicken um die anderen zu retten. Ob man sich wieder sieht steht in den Sternen! Es wäre nur fair eine Fähre zwischen Afrika und Europa einzurichten um wenigsten nicht noch mehr Leben wegen Profit und Geld zu opfern ....das Grundproblem löst das aber nicht . Das ganze Geld was in verschiedene Rettungsaktionen gesteckt wird sollte direkt zu den Menschen in Not nach Afrika gebracht werden. Das Programm zur Rettung "Mare Nostrum" ,welches im Oktober 2014 eingestellt wurde diente in der nähe zur Afrikanischen Küste dazu die Schiffbrüchigen zu retten. Das ganze kostete pro Monat 9 Millionen Dollar welche in Afrika direkt vor Ort weitaus bessere Lebensbedingungen geschaffen hätten. SOLANGE aber das Geld regiert und der Profit über dem Leben eines Menschen steht werden weiterhin Flüchtlinge sich auf den Weg nach Europa machen , selbst wenn sie dabei in den eigenen Tod zu rennen nehmen es die Menschen auf sich, und kommen nach Europa und das bis Afrika Menschen leer ist....SIE WERDEN WEITER KOMMEN BIS ALLE AFRIKANER WIEDER EINE MÖGLICHKEIT IM EIGENEM LAND SEHEN ....  lese WARUM:

Gaddafi droht Europa schon 2010 - Geld oder Flüchtlinge!

Mit einem ausschweifenden Vortrag über die Weltpolitik hat  Muammar al-Gaddafi am 29.11.2010 in Tripolis das Gipfeltreffen der Europäischen Union und der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union in der Hauptstadt Tripolis eröffnet.

Er drohte den Europäern, seine Bemühungen für eine Eindämmung der illegalen Einwanderung von Afrika in die EU-Staaten sofort einzustellen, falls diese ihn dabei nicht finanziell und technisch unterstützen sollten. Dann werde der "christliche, weiße" Kontinent Europa "schwarz" werden, sagte Gaddafi. Gaddafi hat zwar mehrfach betont, er wolle für die Europäer nicht den "Polizisten spielen", andererseits forderte er bei dem Treffen von der Europäischen Union fünf Milliarden Euro für seine Bemühungen , Flüchtlinge an der Überfahrt in EU-Staaten zu hindern. 

"IWF und Weltbank verbieten"

Gipfel-Gastgeber Gaddafi forderte eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Staaten der EU und Afrikas. "Afrika ist kein Bettler", betonte Gaddafi. Er forderte Investitionen, gab aber der Weltbank und dem Internationale Währungsfonds (IWF) die Schuld an der stagnierenden Wirtschaft vieler afrikanischer Staaten. Deshalb forderte er ein Verbot der beiden Organisation. Zudem forderte er einen ständigen Sitz für Afrika im UN-Sicherheitsrat. Andernfalls würden die Afrikaner die Resolutionen der Vereinten Nationen nicht mehr befolgen. 

Im Februar 2011 kam es zu landesweiten Aufständen in Libyen; gegen Ende des Monats verlor Gaddafi die Kontrolle über weite Teile des libyschen Ostens an Rebellen. Im März begannen nach einer UN-Resolution die Vereinigten Staaten, Kanada und mehrere westeuropäische Staaten mit Luftangriffen auf Libyen mit dem Ziel, eine Flugverbotszone durchzusetzen (Internationaler Militäreinsatz in Libyen 2011). Seit dem 27. Juni 2011 wurde Gaddafi als mutmaßlicher Kriegsverbrecher und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit weltweit mit Haftbefehl gesucht. Seit dem 22. August 2011 galt er als abgesetzt und wurde von der neuen Regierung polizeilich gesucht. Am 20. Oktober 2011 wurde Gaddafi getötet. Die genauen Todesumstände sind nach unabhängigen Quellen weiterhin nicht aufgedeckt und bleiben zweifelhaft.

Gaddafi:

„Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet Ihr Verwirrung stiften, al-Qaida in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen: Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa schwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten. Al-Qaida wird sich in Nordafrika einrichten, während Mullah Omar den Kampf um Afghanistan und Pakistan übernimmt. Al-Qaida wird an eurer Türschwelle stehen. In Tunesien und Ägypten ist ein politisches Vakuum entstanden. Die Islamisten können heute von dort aus bei euch eindringen. Der Heilige Krieg wird auf eure unmittelbare Nachbarschaft am Mittelmeer übergreifen. Die Anarchie wird sich von Pakistan und Afghanistan bis nach Nordafrika ausdehnen.“ Zitiert nach Peter Scholl-Latour aus seinem Buch „Der Fluch der bösen Tat“. Ja, genau DER Scholl-Latour. Ein kluger, besonnener, vernünftiger, aufgeklärter Mann, der, im Gegensatz zu so manchen medialen Holzjungen mit viele Lichtjahre überbrückenden Nasen, tatsächlich wusste, worüber er sprach.“ 

Es waren die Kriegsfanatiker Obama, Sarkozy und Cameron, die Libyen bombardiert haben. Sie haben das Land ins Chaos gestürzt, wo brutale Kopfabschneider wüten, wo jeder "Ungläubige" und speziell Christen verfolgt werden. Die Wahrheit ist, "wir" im Westen haben das Flüchtlingselend verursacht. JA WIR SIND SCHULD!!!

Deshalb ist es unerträglich wie jetzt um den heissen Brei herumgeredet wird, wie man einen auf Betroffenheit vorspielt. Was haben denn die Mitglieder der NATO-Staaten gedacht, als sie den Bombenkrieg genehmigten und damit das Land in die Steinzeit zurückversetzten? Die Menschen würden in den ausgebrannten Ruinen dahinvegetieren? Sie würden einfach dasitzen und warten bis die Terrorbanden sie abschlachten? Ist doch vorhersehbar gewesen, sie würden das Land in Richtung Europa verlassen.

Flüchtlinge aus Afghanistan, aus dem Balkan, aus dem Irak, Syrien und Libyen usw. gibt es doch nur, weil "wir" im Westen ihnen die Existenz mit unseren Angriffskriegen zerstört haben und weil "wir" radikale Kräfte mit Waffen ausstatten und sie wüten lassen. Geben wir es doch endlich zu. Jetzt werden aber die "Schleuser" für die Flüchtlingswelle verantwortlich gemacht. Dabei gibt es die nur deshalb, weil die Menschen aus dem Elend wollen, den "wir" mit unser "Verbreitung von westlichen Werten" verursacht haben. Wir Deutschland sind 2 größter Waffenexpotuer der Welt gerade schicken wir ein U-boot welches mit Atomracketen ausgestattet werden kann nach Israel. Wir haben wie auch die USA alle mit Waffen beliefert und erst die Kriege entfacht. Also um unseren Wohlstand und Profit zu halten wurde alles überall hin verkauft aber die Leidtragenden sind die Afrikaner in den verschiedenen Staaten Afrikas!

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy betonte, 2010 , hingegen die Notwendigkeit, die Privatwirtschaft in den afrikanischen Staaten zu fördern, um das Wirtschaftswachstum voranzutreiben. Korruption und Ausbeutung seien nicht zu dulden. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterstrich die Bedeutung des Handels zwischen der EU und Afrika.

Afrika im Würgegriff der EU?

Seit 2002 verhandelt die Europäische Union mit afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten über ein Freihandelsabkommen - weitgehend erfolglos. Schuld daran sei die EU, behaupten Nichtregierungsorganisationen. "Afrika ist in Bewegung", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Afrika-Gipfel in Lissabon im Herbst 2007. Drei Jahre sind seitdem vergangen, und aus Sicht mehrerer deutscher Nichtregierungsorganisationen herrscht in Afrika eher Stillstand, jedenfalls im wirtschaftlichen Verhältnis zur Europäischen Union. Das könnte sich nach dem Gipfel am 29. und 30. November 2010 in Tripolis ändern. Rund 80 Staats- und Regierungschefs oder Außenminister sind dabei, darunter auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle.

Dass es seit 2002 nicht gelungen ist, ein Freihandelsabkommen mit allen AKP-Staaten abzuschließen, liege an der EU, die Afrika in den "Würgegriff" genommen habe, wie es die Nichtregierungsorganisationen in einem Positionspapier zum Gipfel in Tripolis formulieren. So verlange die EU von den afrikanischen Staaten, mindestens 80 Prozent aller Zölle auf die Einfuhr von Waren abzuschaffen und gleichzeitig verlange sie die Einschränkung von Ausfuhr-Zöllen auf Rohstoffe, kritisieren Oxfam, der EED und Misereor.

Abgesehen davon dränge die EU auf den freien Handel von Dienstleistungen. Solche wiederum könnten die meisten afrikanischen Länder gar nicht erst exportieren, weil es sie auf ihrem Kontinent kaum gebe. David Hachfeld, Handelspolitik-Referent bei Oxfam, befürchtet, dass die EU bewusst einen Keil zwischen die afrikanischen Staaten treiben könnte, indem sie bilaterale Vereinbarungen mit einzelnen Ländern abschließt. "Das wäre aus meiner Sicht verheerend", sagt Hachfeld. "Und ich hoffe, dass die afrikanischen Länder sich nicht spalten lassen."

Vor einer neuen Form des Kolonialismus warnt der Senegalese Ndiaga Mboub, der sein Land bei der WTO in Genf berät. Die Handelspolitik der EU gegenüber Afrika sei geeignet, die Armut auf dem Kontinent noch zu erhöhen.

Das Problem sei, dass sich Afrika nicht allein durch den Export von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten nach Europa entwickeln könne. Kein einziges Land werde Fortschritte machen, wenn es keine eigene Industrie aufbauen kann, befürchtet Mboub. "Dann bleibt es dabei, dass Afrika Rohstoffe liefert, die in europäischen Fabriken, zum Beispiel in der Öl-Industrie, weiterverarbeitet werden", prophezeit der Senegalese.

"Wieso soll sich Afrika an die EU klammern?"

David Hachfeld von Oxfam wundert sich zunehmend über die Strategie der Europäischen Union gegenüber Afrika, denn andere seien auf dem besten Weg, ihr den Rang abzulaufen. "Wieso sollten sich afrikanische Länder so an die Europäische Union klammern, wenn die Wachstumsraten im Handel mit Indien, mit China, mit Brasilien dreimal so hoch sind wie mit der EU?", fragt Hachfeld.

Zugespitzt formuliert meint der Oxfam-Experte damit, Afrika könnte langfristig auf den Handel mit der Europäische Union verzichten. Im Moment allerdings plagen afrikanische Staaten ganz andere Sorgen, wenn sie an ihre Handelsbeziehungen zur EU denken. Mit Hilfe massiver Agrar-Subventionen exportiere diese weiterhin auf Kosten afrikanischer Bauern, kritisieren die deutschen Entwicklungsorganisationen. Ein Beispiel sei der europäische Milch-Export, der zwischen 2005 und 2008 um mehr als 40 Prozent gestiegen sei. Milch und Milchpulver würden so billig nach Afrika exportiert das jeder einheimische Bauer seine vor Ort produzierte frische Milch nicht mehr verkaufen kann da diese nicht subventioniert wird und zu teuer ist.

Aber nicht nur der Export von zu viel Milch und Milchpulver, aus den EU Ländern nach Afrika, ist ein Problem für den afrikanischen Markt nein auch die Abfischung durch die EU Flotte an der afrikanischen Küste ist ein großes Problem für die einheimischen Fischer. Afrikanische Fischer mit Ihren kleinen Booten haben gegenüber den großen Supertankern, die weit vor der Küste Afrikas fischen, keine Chance. Nicht nur das diese Tanker bis zu 2000 Tonnen an Fisch laden können , wofür ein afrikanischer Fischer zu besten Fangzeiten ca. 55 Jahre brauchen würde, nein sie fangen eben alles in Ihren großen Netzen um dann ca. ein Drittel des Fangs wieder ins Meer zu kippen da dieser Fisch in Europa nicht gewünscht ist. Der afrikanische Fischer verliert jede Chance auch nur 10 kg Fisch am Tag zu fangen da der gesamt bestand der Fischschwärme täglich sinkt da eben auch kleine noch nicht laichfähige Fische mit abgefischt werden.

Die EU zahlt jedes Jahr Millionen, damit ihre Flotte vor Afrika fischen kann. Die Meere leeren sich, heimische Fischer werden verdrängt.

Gueye ist Senegalese, ein groß gewachsener Mann von schlaksiger Natur, Ende 40. Seit einigen Jahren ist er Generalsekretär des westafrikanischen Kleinfischerverbands. Er setzt sich für die lokalen Fischer ein, Männer, die sich jeden Tag auf ihren Einbaumschiffen, den Pirogen, aufs Meer wagen. Dort sehen sie am Horizont die riesigen europäischen Fischtrawler. Es sind Fangschiffe, die rund 200 Tonnen Fisch am Tag fangen, verarbeiten und einfrieren können. Rund 50 Pirogenfischer müssten für diese Menge mehr als ein Jahr unterwegs sein.

Gueye erzählt von Korruptionsskandalen . Von bestechlichen Ministern im Senegal , die Fischereirechte an mehr als 20 ausländische Schiffe vertickt hätten, um ihren Wahlkampf zu finanzieren. Von Schiffen aus Russland , die den Fisch nur fangen würden, um ihn an Bord zu Fischmehl – sprich: Tierfutter – weiterzuverarbeiten. "Das alles geht zulasten unserer heimischen Bevölkerung", klagt Gueye, "andere Staaten fischen unseren Fisch, den wir zum Überleben brauchen." Rund 8.000 Pirogen kämen wegen der ausländischen Konkurrenz nicht zum Einsatz.

Das Thema ist akut, weil die EU beim Beutezug vor Afrika mitmischt und zurzeit ihre Fischereipolitik reformiert. Die Reform dreht sich um Fangquoten, Überkapazitäten und handelbare Fischereirechte. Doch wer über Überkapazitäten streitet, der streitet auch über Fischereiabkommen. Diese schließt Europa seit Mitte der Siebzigerjahre mit afrikanischen und pazifischen Staaten.

Diese Verträge funktionieren nach dem Prinzip "Cash for Fish": Die EU zahlt afrikanischen Staaten Geld und darf im Gegenzug in deren Fanggründen fischen. Schließlich sind die heimischen Bestände vor Europas Küsten zu mehr als drei Vierteln überfischt. Inzwischen stammen mehr als ein Viertel der Fische, die Europas Flotten jährlich fangen, aus Meeren außerhalb der EU.

Mit 13 Staaten unterhält die EU zurzeit die genannten Partnerschaftsabkommen . Sie sind Millionen wert. Allein die Verträge mit Mauretanien hatten im Jahr 2006, als das jüngste Abkommen mit dem Land in Kraft trat, einen Wert von 86 Millionen Euro. Rund 90 Prozent der Summe zahlen die europäischen Steuerzahler. Die Reeder beteiligen sich kaum an den Kosten. Im Gegenteil: Sie erhalten in der Regel sogar Subventionen für Schiffsneubauten und profitieren vom steuerfreien Treibstoff.

Nicht nur lokale Fischer, Umweltschützer und Politiker sind gegen die Abkommen. Auch der deutsche Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) äußert Kritik. Denn de facto fischt Europa den Afrikanern den Fisch weg. Dabei darf nach internationalem Recht Europa nur Verträge mit Staaten eingehen, die ihre Überschüsse an Fisch verkaufen. Der SRU schreibt in dem Gutachten, er habe "Zweifel daran, dass eine ausreichende Überwachung der Fischereiaktivitäten durch die Drittstaaten wie auch die Einhaltung von strengen Nachhaltigkeitskriterien realistisch ist."

Im Klartext heißt das: Es gibt nicht genug Informationen zur Situation der Bestände vor Afrika. Auch fehlt es an Kontrollschiffen, um die Überfischung zu verhindern. Die deutschen Fachleute, die auch Bundesagrarministerin Ilse Aigner(CSU) beraten, findet in einem Gutachten klare Worte: Die Praxis, dass die "EU auch Ressourcen befischt, die für die Ernährung der Bevölkerung in den Partnerländern benötigt werden", müsse dringend auf den Prüfstand, schreiben sie.

Der EU ist es Millionen wert, die überdimensionierte europäische Flotte auszulasten. Sinnhaftigkeit und der effiziente Einsatz europäischer Steuergelder scheinen dabei keine Rolle zu spielen. Das zeigt das Abkommen mit Guinea-Bissau , das der SRU in seinem Gutachten auseinandernimmt. Jährlich habe die EU sieben Millionen Euro gezahlt, damit EU-Schiffe vor der Küste Guinea-Bissaus fischen durften. Sieben Millionen Euro, um 470 Arbeitsplätze von EU-Bürgern auf See zu finanzieren. Für Guinea-Bissau sei das Abkommen im Gegenzug extrem wichtig: Im Schnitt macht es 7,3 Prozent des Staatsbudgets aus. "Wir exportieren unser Überfischungsproblem nach Afrika", sagt Isabella Lövin, Grünen-Abgeordnete im Europaparlament, "und dann verschwenden wir auch noch Steuergelder dafür."

Ebenfalls ein riesen Geschäft und von den Banken als sichere Investition erkannt ist die Bewirtschaftung von Ackerland. Agrarprodukte sind von den Aktienmärkten nicht abhängig und deshalb eine sichere Bank für Investoren , welche Weltweit Agrarflächen kaufen als gäbe es kein Morgen mehr. Da der Schwerpunkt und auch die klimatischen Bedingungen in Afrika günstig sind kaufen dort viele finanzkräftige Investoren Land welches dann den Bauern und sonstigen Afrikanern nicht mehr zur Verfügung steht um Ihre Familien zu ernähren .

Äthiopien verkauft zunehmend Ackerflächen an Investoren aus Industrieländern. Die Kleinbauern haben das Nachsehen.

 
Die Investoren bauen dort häufig Blumen für den Weltmarkt an, mit hohem Wasser- und Düngemitteleinsatz. Der Staat kann Kleinbauern und Hirten zwingen, Land abzugeben. Sie sind in Äthiopien rechtelos, der Staat ist alleiniger Eigentümer des Bodens.
 
Industrienationen sichern sich Landbesitz in Afrika
 
Großkäufer haben die riesigen Flächen Afrikas in den vergangenen Jahren zunehmend ins Auge gefasst. "Die Investoren versuchen gerade in Entwicklungsländern Land zu kaufen, weil dort die natürlichen Ressourcen noch im Überfluss vorhanden sind und Arbeit billig ist", meint Olivier de Schutter, Beauftragter der Vereinten Nationen für das Menschenrecht auf Nahrung. "Das Problem ist, dass die meisten dieser Länder schwache Regierungen haben. Es gibt dort kaum gesetzliche Regelungen. Die Investoren bekommen das Land von den örtlichen Eliten, und können dann dort anbauen, was sie wollen."
Einer Studie der UN-Agrar-Organisation und des Internationalen Agrarfonds zufolge hat der Kauf großer Agrarflächen durch ausländische Investoren in Afrika südlich der Sahara deutlich zugenommen. Allein in den fünf für die Studie untersuchten Staaten wechselten knapp 2,5 Millionen Hektar Land den Eigentümer - berücksichtigt wurden dabei nur die Käufe von mehr als tausend Hektar Land.
Darunter waren der Ankauf von mehr als 450.000 Hektar für ein Biotreibstoff-Projekt auf Madagaskar, ein 100.000 Hektar- Bewässerungsprojekt im westafrikanischen Mali und 150.000 Hektar in Äthiopien, wo ein selbst für afrikanische Verhältnisse hohes Bevölkerungswachstum zunehmend zu Landknappheit führt.
 

Ein weiteres und noch größeres Problem , da es das wichtigste ist was ein Mensch zum Leben braucht, ist Wasser. Da in Afrika schon die meisten Trinkwasserquellen von der Firma Nestle' aufgekauft wurden haben die einheimischen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser mehr. Klar haben einige dadurch auch einen neuen Arbeitsplatz bekommen und füllen Ihr Trinkwasser in den Nestle' Firmen in Trinkflaschen ab. Was nützt es aber wenn das Trinkwasser was vorher kostenlos zu haben war jetzt so teuer ist das man es mit dem erhaltenem Lohn nicht bezahlen kann? Viel Familien leiden nicht nur Hunger nein jetzt auch noch Durst da die letzte Möglichkeit dem Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, jetzt für die Firma Nestle' , das Wasser ist.

 Wem will man unter diesen Umständen verwehren das eigene land zu verlassen um in einem anderem die Chance zu nutzen ein Leben zu führen welches in der eigenen Heimat nicht möglich ist. Für viele Afrikaner gibt es die Möglichkeit zu Hause zu verhungern oder an Durst zu sterben oder aber auf dem Weg nach Europa zu ertrinken oder eben mit Glück doch Europa zu erreichen um dort einen Job zu bekommen damit die zurückgelassene Familie auch etwas zu essen hat und nicht sterben muss. 

Wir hatten am Sonntag, nach dem erneutem Unglück auf dem Mittelmeer, die Idee eine Fährverbindung zwischen Afrika und Europa herzustellen. Das würde die Schlepperbanden ausschalten und die Toten auf dem Mittelmeer verhindern. Wir waren der Meinung das der Betrieb einer Fährverbindung ebenfalls günstiger ist als Rettungsaktionen zu finanzieren. Was aber nicht vergessen werden darf, worüber nie gesprochen wird wie viele Menschen schon auf dem Landweg durch Afrika bis zur Küste ihr Leben verlieren da sie stecken bleiben oder die Autos Pannen haben oder sie einfach nicht weiter kommen und in der Sahara verdursten.

Deshalb hat uns der Aufruf der Jungen Welt gefallen welche ebenfalls diese Idee hatten:

Junge Welt:

Erneut sind Hunderte auf dem Weg in die EU ertrunken: Vor der libyschen Küste hat sich am Wochenende die bislang offenbar schlimmste Flüchtlingskatastrophe in der neueren Geschichte des Mittelmeers ereignet. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks vom Sonntag kenterte ein Kutter auf dem Weg nach Italien mit rund 700 Menschen an Bord. Lediglich 28 Flüchtlinge konnten demnach gerettet werden. »Die EU ist mit ihrem Beschluss vom 27. August 2014, die Seenotrettung im Mittelmeer herunterzufahren, verantwortlich für dieses Massensterben«, erklärte am Sonntag das transnationale Netzwerk »Watch the Med«. »Die EU hätte die Mittel und die Möglichkeiten, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Aber sie lässt die Menschen ertrinken. Die Festung Europa hat in den letzten 25 Jahren zu Zehntausenden Toten im Mittelmeer geführt.« Das Sterben müsse ein Ende haben, so die Hilfsorganisation, die auch konkrete Vorschläge zur Abhilfe beisteuerte: »Wir fordern eine sofort einzurichtende direkte Fährverbindung für Flüchtlinge aus Tripolis und anderen Orten Nordafrikas nach Europa. Wir fordern sichere und legale Wege, um Zufluchtsorte zu erreichen, ohne sich in tödliche Gefahren begeben zu müssen. Wir rufen über alle Konfessionen und politischen Spektren hinweg zu sofortigen direkten Aktionen gegen die mörderische Politik der EU auf.« Auch Politiker von Grünen, SPD und Die Linke bekräftigten am Sonntag die Notwendigkeit nach einer Seenotrettungsmission im Mittelmeer.

 

 

Australien hat geschafft, wovon die Europäische Union träumt: Die Einwanderung illegaler Bootsflüchtlinge ist gestoppt. Doch taugt die harte Politik des Landes als Vorbild für die EU? Kann sich die EU mit einer Blockade der europäischen Küste aus der Verantwortung ziehen?

"Stop the Boats" - "Stoppt die Boote": Diese drei Worten verhalfen Australiens Ministerpräsident Tony Abbott vor anderthalb Jahren zur Macht. Der Chef der liberalen Partei versprach den Wählern, seine Regierung werde alles unternehmen, um Flüchtlingsboote auf dem Weg zur australischen Küste aufzuhalten.

Abbott hat Wort gehalten: 2014 und 2015 hat es kein einziges Schiff mit illegalen Einwanderern nach Australien geschafft. 2013 waren noch 20.000 Flüchtlinge über das Meer illegal nach Down Under gelangt, die meisten stammten aus Afghanistan, Iran und Sri Lanka.

Nach den jüngsten Bootskatastrophen im Mittelmeer mit Hunderten Toten streiten Europas Politiker über den richtigen Umgang mit den Flüchtlingen. Besonders die Konservativen schauen bewundernd auf das Beispiel Australiens. "Die Erfolge, die wir erzielt haben, werden von unseren europäischen Partnern anerkannt", sagt Australiens Einwanderungsminister Peter Dutton.

Kann die Europäische Union von Australien lernen?

Direkt nach seinem Wahlsieg im September 2013 rief Regierungschef Abbott die "Operation Sovereign Borders" ins Leben. Seither patrouillieren Militärschiffe der australischen Marine in den Gewässern zwischen Indonesien, Papua-Neuguinea und Australien. Ihre Aufgabe: Sämtliche Boote mit Flüchtlingen zu stoppen und zurückzuschicken. Sollten die Schiffe nicht mehr seetauglich sein, werden die Insassen in Rettungsboote gesteckt und zurückgeschickt.

Diese Militäroperation unterliegt strengen Geheimhaltungsregeln. Nur in unregelmäßigen Abständen meldet die Regierung, wie viele Schiffe gestoppt wurden und wie viele Personen sich an Bord befanden. Im Januar 2015 sagte Minister Dutton, dass seit September 2013 15 Schiffe mit 429 Flüchtlingen gestoppt worden seien.

Doch auch im Meer vor Australien sinken Flüchtlingsschiffe. Ein ehemaliger Soldat der Royal Australian Navy berichtete im Dezember dem australischen Fernsehsender abc von kilometerlangen Leichenketten. Immer wieder habe er aufgedunsene Körper aus dem Wasser ziehen müssen, teilweise habe sich schon das Fleisch von den Knochen gelöst. Kapitäne seien angehalten, Flüchtlinge erst an Bord zu nehmen, wenn sie in australischen Gewässern sind - ein in Seenot geratenes Schiff habe man einfach untergehen lassen, sagte eine Soldatin dem Fernsehsender.

Wer als Flüchtling von der australischen Marine an Bord genommen wird, wurde bislang in Sri Lanka, Indonesien und Vietnam wieder abgesetzt. Den EU-Staaten wäre ein ähnliches Vorgehen verboten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Italien 2012 wegen der Abschiebung afrikanischer Flüchtlinge nach Libyen.

Die wenigen Flüchtlinge, die Australiens Marine nicht sofort zurückschickt, schaffen es ebenfalls nicht aufs Festland. Selbst wenn sie als Asylberechtigte anerkannt werden sollten, haben sie keine Chance, ein neues Leben in Australien zu beginnen. Eine internationale Anzeigenkampagne sorgt dafür, dass diese Botschaft weltweit gehört wird.

Die Einwanderer werden stattdessen in Flüchtlingslagern auf dem Inselstaat Nauru und auf Manus untergebracht, einer Insel die zu Papua-Neuguinea gehört. Insgesamt leben dort etwas mehr als 2000 Einwanderer.

Menschenrechtsorganisationen und ehemalige Mitarbeiter in den Camps schildern verheerende Zustände. "Das Lager auf Manus ist völlig ungeeignet für die Unterbringung von Menschen", sagt Liz Thompson, die dort selbst für die australischen Einwanderungsbehörden arbeitete.

Im Untersuchungsbericht im Auftrag der Regierung zum Lager auf Nauru vom März ist die Rede von Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch von Kindern. Einwanderungsminister Dutton äußerte sich erschrocken über den Bericht, schob die Verantwortung aber weiter - auf ein Privatunternehmen, welches die Flüchtlingslager im Auftrag der Regierung betreibt.

Soll das jetzt der europäische Ausweg sein das Leid was Europa mit den Knebelverträgen über Afrika gebracht hat jetzt in Auffanglagern zu konzentrieren?

Das armregierte Afrika

Heute wagen mehr Flüchtlinge die Fahrt über das Mittelmeer als vor einem Jahr, als die Schiffbrüchigen dank der Aktion «Mare Nostrum» auch auf hoher See gerettet wurden. So zynisch es klingt: Man kann Flüchtlinge im Meer ertrinken lassen, Schlepper verhaften, zehn Meter hohe Zäune errichten, Migranten schon in der Sahara stoppen und in Auffanglager stecken, ihnen in Europa Arbeitsrecht und Sozialunterstützung verweigern oder auch nicht – das System von Abschreckung oder Anreiz versagt. Solange sich die Verhältnisse in den Herkunftsländern nicht grundlegend ändern, reisst der Zustrom nicht ab. Die Verwandtschaft wird weiterhin die Ersparnisse zusammenkratzen und denjenigen losschicken, der es am ehesten schaffen könnte. Afrika hat die grösste Migrationsrate der Welt. Schätzungsweise 35 Millionen Afrikaner leben ausserhalb ihres Heimatlandes. Und diese mobilen Millionen gehören eher zum dynamischen, mutigen Teil der Bevölkerung. Eine eigenartige Selektion: Die Tüchtigsten verlassen das Schiff als Erste. Ein Braindrain par excellence. In Grossbritannien arbeiten mehr ghanesische Ärzte und Krankenpflegerinnen als in Ghana selbst. In den letzten zwanzig Jahren hat das subsaharische Afrika ein Drittel seiner– sowieso schon wenigen – Wissenschafter verloren. Sie ziehen es vor, im Ausland zu leben. Die Regierung hat es nicht geschafft oder gar nicht erst versucht, sie im Lande zu behalten. Dafür ersetzt Europa dann diese Fachleute durch eigene «Entwicklungsexperten», übernimmt all die Aufgaben, für die eigentlich das Land selber zuständig wäre (schulische, sanitäre, medizinische Versorgung), und hält die korrupten Regime durch «Entwicklungsgelder» am Leben.

Man sage nicht, Afrika sei eben arm. Länder wie Nigeria oder Kongo-Kinshasa, aus denen viele Flüchtlinge kommen, verfügen über immense Reichtümer. Bloss sieht die Mehrheit der Bevölkerung nichts davon. Sowohl Präsident Goodluck Jonathan als auch Joseph Kabila sind vollauf damit beschäftigt, sich durch allerlei Tricks den nächsten Wahlsieg zu sichern. Für Probleme wie Boko Haram oder die jahrzehntelange Misere der Bevölkerung in Ostkongo bleibt dabei keine Zeit. Dafür ist das Ausland zuständig. Nein, Afrika ist nicht arm. Das Geld ist lediglich extrem ungerecht verteilt. Und diejenigen, die es haben, verschleudern es, anstatt im Land zu investieren, und verscheuchen noch diejenigen, die fähig und bereit wären, etwas für den Aufbau zu tun. Um es mit dem Titel eines Buches von Volker Seitz zu sagen: «Afrika wird armregiert». Hinzu kommen die falschen Anreize, verkörpert von einer egoistischen, inkompetenten Elite: Zu Geld und Einfluss kommt man im subsaharischen Afrika im Allgemeinen nicht durch Bildung, Arbeit, Fleiss und Fairness. «Trop bon, trop con», sagt man über solche Naivlinge: «zu gut, zu blöd». Gibt es im Land keine Möglichkeit, mit der eigenen Energie etwas Sinnvolles anzufangen, überstrahlt eben die Versuchung der Emigration alles. Jeder Europäer würde in dieser Situation sein Glück auch woanders suchen.

Zum Schluss und auch um besser zu verstehen ein Aufruf von Jürgen Todenhöfer:

FLÜCHTLINGSNOT - HÖRT AUF ZU LÜGEN!

Liebe Freunde, alle Menschen seien "gleich an Würde und Rechten", sagt die UN-Menschenrechts-Charta. Doch das ist Volksverdummung! Tausende ertrinken im Mittelmeer, weil wir sie nicht WOLLEN. Weil sie Araber sind, Afrikaner. Europa findet eben nicht, dass sie "gleich an Würde und Rechten" sind. Europa ist tief rassistisch und will unter sich bleiben.

Da man das nie zugeben wird, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Alles was die EU jetzt beschließt, hat nur das Ziel, Europa zu einer Festung auszubauen. Und Flüchtlingskatastrophen zu vermeiden, die dem Image der EU schaden. Eine kluge und menschliche Einwanderungspolitik wird es auch in Zukunft nicht geben. Europa schottet sich ab. Vor unerwünschten Kulturen.

Manchmal in menschenverachtender Weise. 2011 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsströme der arabischen Revolution war ich mehrere Tage in Lampedusa. Einer kleinen italienischen Insel zwischen Italien und Libyen, dem Ziel vieler Flüchtlinge. Seither bezweifle ich, dass immer alles getan wird, um die Ertrinkenden zu retten. Auch aus Australien und anderen Länder, in die verzweifelten Menschen zu fliehen versuchen, werden erschreckende Fälle unterlassener Hilfeleistung und noch schlimmere Dinge berichtet.

Es ist richtig, wir können nicht alle Araber und Afrikaner dieser Welt aufnehmen. Aber das wollen die arabischen Menschen zum Beispiel auch gar nicht. Millionen Araber fliehen in Nachbarstaaten ihrer Heimat, um eines Tages schnell wieder nach Hause zurückkehren zu können. Dennoch gibt es in der Tat viele Menschen, die aus Afrika und der arabischen Welt zu uns wollen. Wir können die Probleme all dieser Menschen, die dem Krieg und Hunger in ihrem Land entrinnen wollen, nicht von heute auf morgen "lösen". Aber wir könnten ihre Probleme "lindern".

Zum Beispiel, indem wir mehr auf vernünftige Entwicklungspolitik setzen statt auf Militärinterventionen. Etwa durch Mikrokredite für junge Araber und Afrikaner. Oder indem wir eine faire Handelspolitik betreiben, die die lokalen Märkte Afrikas nicht zerstört und den Kontinent nicht zum ewigen Rohstofflieferanten degradiert. Zur Zeit überschwemmen wir die afrikanischen Märkte mit hoch subventionierten Produkten unserer Landwirtschaft.

Diese faire Entwicklungspolitik würde Wählerstimmen kosten. Den Preis aber zahlt keiner der Politiker, die jetzt täglich große Worte für die dramatische Tragödie der verzweifelten Flüchtlinge finden.

Auf Dauer wird diese "Strategie der Festung Europa" nicht erfolgreich sein. Wir werden keine Insel der Seligen bleiben, wenn um uns herum die Menschen verhungern, verdursten oder in nicht endenden Barbareien, für die auch wir in Europa Mitverantwortung tragen, ihr Leben verlieren. Wir verraten in der Flüchtlingsfrage wieder einmal alle Werte, die angeblich die Säulen unserer Gesellschaft sind: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Irgendwann wird unsere Zivilisation an diesem Verrat zerbrechen.

Euer JT

Das Video zum Post von Jürgen Todenhöfer:

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/videos/vb.12084075837/10152922741315838/?type=2&theater

Nur wer die Zusammenhänge versteht und die Ereignisse richtig zusammen setzt erkennt warum Europa , USA und Nato , IWF und Weltbanken und deren Investoren diese Situation geschaffen haben. Profit entsteht NUR wenn Du es von anderen nimmst. Der Kapitalismus ist auf wegnehmen und ausrauben aufgebaut .... deshalb werden auch wir in Deutschland im Wohlstand total verarmen   ABER NICHT WEIL FLÜCHTLINGE KOMMEN!

 

Quellen :

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/fischereipolitik/seite-2

http://www.dw.de/gaddafi-droht-europa-geld-oder-fl%C3%BCchtlinge/a-6276484

http://www.dw.de/afrika-im-w%C3%BCrgegriff-der-eu/a-6266428
 
http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-schickt-alle-fluechtlingsboote-zurueck-loest-aber-das-problem-nicht-a-1029454.html
 
http://beta.nzz.ch/meinung/kommentare/eine-bankrotterklaerung-afrikas-1.18492075?hc_location=ufi
 
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/20/cdu-sieht-eine-echte-voelkerwanderung-von-libyen-nach-europa/
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Muammar_al-Gaddafi