Deine Sprachauswahl

  • English (UK)
  • Deutsch
  • Russian
  • Francais
  • PolishPL
  • Greek
  • Persian
  • ItalianIT
  • Thailand

faceblogs in

Online Statistik

  • Online Users: 0
  • Offline Users: 1,783
  • Guests: 349

-Wir brauchen Eure Unterstützung Danke

Amount:


Beliebteste Beiträge

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS FeedPinterest

Fracking - bei Oma brennt der Wasserhahn

„Fracking“: Wissenschaftler warnen vor Förderung von Schiefergas

Die Bundesregierung will das umstrittene Fracking erlauben - obwohl eine neue Studie dessen Risiken bestätigt.

Zwischen Bund und Ländern bahnt sich eine heftige Auseinandersetzung an. Während sich die Umweltminister der Länder gerade einstimmig gegen das Fracking ausgesprochen haben, will das Berliner Wirtschaftsministerium die umstritten Technologie zulassen und damit der Industrie entgegenkommen.stopp fracking Der Schutz der Umwelt müsse gegen wirtschaftliche Interessen abgewogen werden, heißt es dort. Damit rückt die Bundesregierung von ihrer Zusage ab, dass der Umweltschutz Vorrang haben muss.  Vor allem die deutsche Wirtschaft und internationale Energiekonzerne wollen die unangetasteten deutschen Schiefergasvorkommen ausbeuten. Sie hoffen auf niedrigere Energiepreise wie in den Vereinigten Staaten, wo billiges, mit der Fracking-Methode gewonnenes Erdgas für einen gewaltigen industriellen Aufschwung sorgt. Aber letztendlich werden die billigen Gaspreise wie auch vorher schon nicht weiter an den Verbraucher gereicht sondern in die Taschen der Konzerne fließen!

 Teile Deutschlands sind schon zu Erkundungszwecken unter den großen Gaskonzernen aufgeteilt, erste Fracking-Bohrungen gab es bereits. Nun warnen Forscher des Tyndall Centre for Climate Change Research an der Universität Manchester vor den möglichen Folgen der Förderung unkonventioneller Gasvorkommen mit der Methode des sogenannten Fracking (auch "Fracing"; abgeleitet von "hydraulic fracturing")...

Was ist Fracking

Mit Fracking (engl. „Hydraulic Fracturing“, für „Hydraulische Behandlung“) bezeichnet man die Erzeugung von Rissen im tiefen Untergrund, um das Fließen von Gasen oder Flüssigkeiten in dichtem oder zugesetztem Gestein zu erleichtern. Fracking wird in Deutschland seit etwa 50 Jahren in der Erdgasförderung angewandt, um eine – wirtschaftlichere - Förderung der Ressource zu ermöglichen. Derzeit ist etwa ein Drittel der deutschen Erdgasförderung mit Anwendung der Fracking-Technologie generiert worden. Auch in der tiefen Geothermie wird seit mehreren Jahren gefrackt. Also erstmal so nichts neues.

Beim Fracking wird unter hohen Drücken Wasser, in der Regel mit einem Stützmittel (z.B. Quarzsand) und chemischen Zusätzen versehen, in einem kurzen Zeitraum durch das Bohrloch in die Erdgaslagerstätten im tiefen Untergrund gepumpt. Dadurch werden kleine Risse im Gestein erzeugt, die durch die im Frackingwasser enthaltenen Sandkörner offen gehalten werden und durch die das Erdgas zum Bohrloch strömen kann. Die anderen Stoffe, die dem Wasser beigemischt werden, sollen u.a. dafür sorgen, dass der Quarzsand sich mit dem Wasser vermischt und dass keine Bakterien in die Lagerstätte gelangen. Dabei ist das Gemisch in Abhängigkeit von den Eigenschaften der Lagerstätten, wie dem Gesteinstyp, der  Tiefe der Lagerstätte etc., unterschiedlich zusammengesetzt. Nach dem Fracking wird ein großer Teil der eingepressten Flüssigkeit während der Förderung zusammen mit dem Gasstrom und dem Lagerstättenwasser wieder zurückgepumpt und entsorgt, ein weiterer Teil verbleibt in der Formation. Der Sand bleibt dabei in den Rissen, um diese weiterhin offen zu halten. Insgesamt benötigt man für einen Frackvorgang – auch jeweils in Abhängigkeit von der Lagerstätte – weniger als 500 bis maximal 5.000 m³ Wasser.

fracking ablauf

Die Risiken der Fracking-Methode sind  noch längst nicht genug erforscht. Besonders der Einfluss der eingesetzten Chemikalien beim Fracking ist bislang unkalkulierbar. Das ist zumindest das Ergebnis der Studie „Shale gas: a provisional assessment of climate change and environmental impacts“ (Schiefergas: ein vorläufiges Gutachten zu den Einflüssen auf Klimawandel und Umwelt) der Wissenschaftler aus Manchester.

„Da es keine gesicherten Erkenntnisse zu den möglichen Verschmutzungen von Grund- und Oberflächenwasser bei der hydraulischen Fracking-Methode gibt, sollte vernünftigerweise der Förderung von unkonventionellem Gas nicht zugestimmt werden“, so Kevin Anderson, einer der Autoren der Fracking-Studie. Ihr Vorschlag: Die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen mittels Fracking sollte ausgesetzt werden. Zumindest so lange, bis eine groß angelegte Studie zum Thema Fracking der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA  ihre Ergebnisse zu den langfristigen Folgen der Fracking-Methode veröffentlicht hat.
Frackingschäden nach den Gasbohrungen
 
Eine ganze Reihe von Vorkommnissen in der Umgebung von Gas-Förderstellen hatte die Umweltbehörde zu der Untersuchung der Fracking-Methode veranlasst: Ein Fischsterben in West Virginia, ein brennender Wasserhahn in Colorado, ein verseuchtes Feuchtgebiet in Pennsylvania. Wie viel davon tatsächlich mit der Förderung von unkonventionellem Gas und der Fracking-Methode zu tun hat, ist unklar, deshalb eben die EPA-Studie zum Thema Schiefergas und Fracking. Doch vorab schätzte die Umweltbehörde ein: „Es gibt Bedenken, dass das hydraulische Fracking die Qualität des Grund- und Oberflächenwassers beeinträchtigen und damit Mensch und Umwelt bedrohen kann.“
burning water after fracking
 
Der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) teilt diese Bedenken gegenüber der Fracking-Methode nicht. Fracking sei eine „bewährte Technik“, so Sprecher Hartmut Pick. „Wenn es in der Vergangenheit Probleme gegeben hätte, würde das Bergamt sie kennen.“ Ein Moratorium für die Förderung unkonventionellen Gases mittels Fracking hält er deshalb für „völlig unnötig“.  Das leuchtet ein denn jede Kontrolle könnte neue Risiken ans Tageslicht bringen und den Profit oder sogar das komplette Frackinggeschäft beenden.  Nach dem Motto nach mir die Sinnflut wird die Chemie in die Erde gepumpt um noch mehr Gas zu fördern um NOCH MEHR MONEY zu machen. 

Erdgas ist sowohl in konventionellen als auch in unkonventionellen Lagerstätten in Gesteinsporen gespeichert. Als unkonventionell werden Lagerstätten mit sehr geringer Permeabilität bezeichnet, bei denen das Gas so im Lagerstättengestein gebunden ist, dass es nicht ohne äußere Einwirkung zum Bohrloch strömt. 

Für das so genannte „unkonventionelle Erdgas“ unterscheidet man Lagerstätten für Kohleflözgas (Coal bed Methane oder CBM), für Schiefergas (Shale Gas) und für Gas im Festgestein (Tight Gas). Lagerstätten von Schiefergas und Kohleflözgas stehen nach derzeitigem Kenntnisstand in Tiefen von 700 bis 2.000 Metern im Fokus der Betrachtungen, die bisher bekannten Tight Gas Lagerstätten in etwa zwischen 3.500 bis 5.000 Meter Tiefe. Solche Lagerstätten gelten erst seit etwa 15 Jahren als wirtschaftlich förderbar, und so lange gibt es somit Erfahrungen mit der Fracking-Technologie in den Tight Gas Lagerstätten in Norddeutschland.

Für Lagerstätten für Kohleflözgas oder Schiefergas gibt es dagegen in Deutschland bislang nur vereinzelt Erfahrungen mit Fracking. Im Gegensatz zu den Tight Gas- und Shale Gas-Lagerstätten ist bei Kohleflözlagerstätten diese Methode der Simulation nicht immer erforderlich, sondern hängt von den Eigenschaften der jeweiligen Lagerstätte ab.

Der Dialogprozess Erdgas Frac befasst sich mit der Anwendung der Fracking-Technologie in unkonventionellen Lagerstätten. Anlass ist das Vorhaben von ExxonMobil, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vermutete Lagerstätten für Kohleflözgas und für Schiefergas zu untersuchen und ggf. später zu fördern.

 Quelle: gastipp.de ,