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Korrupte Fifa macht den Fußball kaputt

Beckenbauer gesperrt , die FIFA kassiert fleißig Gelder und vergibt an den Meistbietenden die nächste WM...ist das noch FUSSBALL??

Seit  einer Woche vor Beginn der Fußball-WM steckt die Fifa in ihrer tiefsten Glaubwürdigkeitskrise. Sie hat überreizt,deshalb könnte  in Brasilien alles zum Einsturz kommen. Brasilianer demonstrieren lautstark gegen FIFA und die WM im eigenem Land...Fünf Tage, nach dem die Fifa ihn sperrte, hat Franz Beckenbauer der Ethikkommission ihre Fragen beantwortet. Damit könnte der Weg für einen WM-Besuch frei werden.....was ist los im Fussballzirkus.....  fifa-blatter-korruption

 Womöglich kommt Brasilien gerade recht. Womöglich bekommt die Fifa dort gezeigt, dass sie überreizt hat. Dass sie sich nicht auf die Schönheit und Buntheit des Spiels verlassen  kann, die die Menschen betäuben sollen und blind machen für die Mauscheleien im Hintergrund. Die Leute wenden sich ab. Nicht einmal jeder zweite Brasilianer steht der WM positiv gegenüber, sagt eine Umfrage.

In Rio de Janeiro demonstrierten die Brasilianer für Schulen und Krankenhäuser statt WM-Fußball. In São Paulo gab es Scharmützel mit der Polizei. Vor zwei Wochen wurde in derselben Stadt ein Demonstrant zu einer neuen Ikone der Anti-WM-Proteste. Er steckte in einer großen Puppe mit Brasilien-Trikot, auf die ein riesiger Totenschädel geschraubt war. Der stand für die acht Arbeiter, die beim Bau der WM-Stadien ums Leben kamen.

wm boykott und demonstrationen

In diese Zeit platzt die neueste Fifa-Meldung: Die Sunday Times berichtete, der ehemalige katarische Spitzenfunktionär Mohamed bin Hammam soll fünf Millionen Dollar an Offizielle gezahlt haben, um sich deren Unterstützung für Katars WM-Bewerbung zu sichern.

Eine gekaufte WM, man kann es nun wohl endlich mit Gewissheit sagen –  das ist der Tiefpunkt in der Glaubwürdigkeitskrise der Fifa. Der Fußball wird immer schneller, schöner, spektakulärer, doch sein oberstes Organ, der Weltfußballverband, wird geführt wie im Mittelalter. Das macht den Fußball langsam kaputt. 

DFB und FA sind jetzt gefordert

Überall beschwört die Fifa die demokratische Wirkung des Sports. Der Verband sieht sich selbst als größer und wohl auch wichtiger als die Vereinten Nationen. Doch selbst verscherbeln die Herren des Fußballs eine Weltmeisterschaft einfach an den meistbietenden.

Man muss schon den Hut davor ziehen, wie frech sich das Exekutivkomitee über den technischen Report aus dem eigenen Haus hinweggesetzt hat, der Katar am schlechtesten von allen 2022er Bewerbern bewertet hat. Trotzdem vergaben die honorigen Herren die WM in einen Backofen, in dem Arbeiter wie Sklaven gehalten werden, Homosexuelle mit Peitschenhieben rechnen müssen und in dem Fankultur darin besteht, in marmornen Stadien zu fläzen.

Es würde nicht überraschen, wenn im Fall von Katar noch weitere Summen öffentlich werden. Eine WM für schlappe fünf Millionen Dollar, das wäre ja fast ein Schnäppchen. Wie das Fifa-Exekutivkommiteemitglied Franz Beckenbauer gewählt hat, der, wie er sagte, in Katar noch nie einen Sklaven gesehen hat, ist übrigens noch nicht bekannt.

Die Fifa steckt in der schlimmsten Krise ihrer 110-jährigen Geschichte. Ein weiterer Grund dafür ist der interne Bericht, der vor ein paar Tagen an die Öffentlichkeit kam. In dem steht, dass der afrikanische Schiedsrichter Ibrahim Chaibou im Jahr 2010 mindestens fünf Länderspiele manipulierte. Fifa-Ermittlungen begannen aber erst 2012, als Chaibou in Schiedsrichter-Pension ging. Bestraft wurde er nie.

Vor allem die großen europäischen Verbände sind jetzt gefordert, der DFB, die FA aus England. In einer Woche beginnt der Fifa-Kongress. Er findet übrigens in São Paulo statt, der Stadt mit dem Totenschädel. Eine gute Gelegenheit, endlich eine Neuwahl der WM 2022 zu beschließen. Oder eine Abwahl Blatters, der gerade im Verdacht steht, das Katar-Debakel allein Michel Platini, Katar-Freund und sein großer Konkurrent um den Chefposten, in die Schuhe schieben zu wollen. So einfach darf Blatter nicht davonkommen.

Fifa in Bedrängnis

Die WM-Vergabe an Katar hatte die Fifa zuletzt immer mehr in Bedrängnis gebracht. Die britische Zeitung Sunday Times hatte in ihrer jüngsten Ausgabe von Reisen Beckenbauers nach Katar auf Einladung des mittlerweile lebenslang gesperrten Ex-Funktionärs Mohamed bin Hammam berichtet. Beckenbauer soll 2009 und 2011 in dem Emirat gewesen sein. Bei der zweiten Reise soll er als Berater zu Geschäftsgesprächen einer Hamburger Firma unterwegs gewesen sein.

Den unterschwelligen Vorwurf der Bestechlichkeit hatte Beckenbauer stets energisch zurückgewiesen: "Ich habe mit Korruption nichts zu tun. Wer sollte an mich herantreten und zu Dingen verleiten? Das ist doch lächerlich. Ich bin der falsche Ansprechpartner", sagte er. Sein Wahlverhalten als Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees hat Beckenbauer bislang nicht offenbart.

Die Bild-Zeitung hatte kürzlich berichtet, Beckenbauer habe für das Turnier 2018 für Russland votiert, für 2022 zunächst wie mit dem DFB vereinbart für Australien und im letzten Wahlgang für die USA und damit nicht für Katar.beckenbauer sperre durch die fifa

Nach seiner provisorischen 90-Tage-Sperre durch den Fußball-Weltverband hat Franz Beckenbauer die Fragen der Fifa-Ethikkommission "per Mail & Fax" nun doch beantwortet. Das teilte sein Manager Marcus Höfl via Twitter mit. Die Sperre war wegen "mangelnder Kooperation" Beckenbauers mit Fifa-Chefermittler Michael Garcia bei der Untersuchung der umstrittenen WM-Vergaben an Russland 2018 und Katar 2022 verhängt worden. 

Beckenbauer kann damit jedoch nicht automatisch mit dem Ende seiner Sperre rechnen. Das Gremium sei frei in seiner Entscheidung, hatte die Fifa bereits zuvor mitgeteilt. Aufgehoben werden kann die Sperre nur von der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission. Deren stellvertretender Vorsitzender Alan Sullivan hatte die Beckenbauer-Sperre verhängt. Geleitet wird die Untersuchung von Vanessa Allard aus Trinidad und Tobago.

Ein Ende der Sperre ist jedoch wahrscheinlich. Nur wenn sie aufgehoben wird, darf Beckenbauer WM-Spiele in Brasilien besuchen. Zunächst hatte er nach der Sperre auf eine Reise nach Südamerika von sich aus verzichten wollen, dann aber seine Meinung revidiert. 

Zu der Auseinandersetzung mit der Fifa-Kommission war es gekommen, weil der 68-Jährige Garcias Fragen zunächst nicht beantwortet hatte. Dies hatte er mit Verständnisschwierigkeiten der auf "Juristen-Englisch" formulierten Fragen begründet. 

Wenn man schon einmal dabei ist, könnte man gleich über die WM-Vergabe nach Russland reden. Auch die Russen kamen im technischen Report von allen Bewerbern für 2018 am schlechtesten weg und bekamen dennoch den Zuschlag. Diese Entscheidung ging im ganzen Katar-Rummel ein wenig unter. Vor einem Jahr verweigerte Russland Michael Garcia die Einreise. Das ist der Fifa-Sonderermittler, der auch die Vergabe nach Russland untersuchen soll.

Sepp Blatter hatte seine WM-Eröffnungsrede in Brasilien übrigens schon abgesagt, weil sie vor lauter Pfiffen sowieso niemand verstehen würde. Selbst bei der Abfahrt des brasilianischen Mannschaftsbusses ins Trainingscamp protestierten Menschen. Es gibt Demonstranten, die sich zum Ziel gesetzt haben, wenigstens ein WM-Spiel zu verhindern, komme was wolle. Das gab es noch nie.

Der Widerstand des wohl Fußball verrücktesten Volkes der Welt könnte der Schuss sein, den die Fifa so lange einfach nicht gehört hat.

Wenn da nicht die kürzlich ausgehandelten Übertragungsrechte , für ARD und ZDF , für die WM Spiele 2018 und 2022 wären. Über die Konditionen des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Für die 64 Spiele der WM 2014 sollen die öffentlich-rechtlichen Sender insgesamt zwischen 150 und 180 Millionen Euro an die FIFA bezahlt haben. Auf den ebenfalls erworbenen Pay-TV-Lizenzen drohen ARD und ZDF sitzen zu bleiben. Bisher hat sich niemand gemeldet, der für etwas zahlen will, das es überall gratis gibt. ARD und ZDF übertragen seit Jahren die WM-Endrunden und haben sich auch die Rechte für 2018 in Russland gesichert. Das Packet 2018 und 2022 soll ca 350 Millionen Euro kosten.....na dann wird wohl bald eine höhere  Rundfunkgebühr ins Spiel kommen.

„Nach Brasilien können die Zuschauer in Deutschland auch die nächsten beiden Turniere im frei empfangbaren TV und in der gewohnten hohen Qualität der Berichterstattung erleben“, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Quelle: zeit-online, waz-online,